ARTABANA
Solidargemeinschaften
Die häufigsten Fragen und Antworten

Frage 1: Worin unterscheidet sich das ARTABANA Konzept von den herkömmlichen gesetzlichen Krankenkassen (GKV) bzw. privaten Kranken-versicherungen (PKV)?
Antwort: Individuelle Notlagen fordern die menschliche Gemeinschaft auf unterschiedlichste Weise heraus. Versicherungen - welcher Art auch immer - vermögen allein finanzielle Schäden auszugleichen. Antworten und Hilfen im Hinblick auf psychische, soziale oder familiäre Fragen finden sich jedoch nur in einem gesunden sozialen Umfeld des Betroffenen. ARTABANA entwickelt seit 1987 hierfür neue, soziale Organisationsformen.

Frage 2: Wer kann Mitglied einer regionalen ARTABANA Gemeinschaft werden?
Antwort: Jede natürliche Person. Eine bestehende gesetzliche Krankenversicherungspflicht kann da-durch nicht aufgehoben werden. Voraussetzung für die Aufnahme als Mitglied ist die Anerkennung der geistigen Grundlagen von ARTABANA.

Frage 3: Wie wird man Mitglied einer ARTABANA Gemeinschaft?
Antwort:
Die monatlichen Treffen sind eine gute Gelegenheit, eine regionale Gemeinschaft und ihre Mitglieder kennenzulernen. Einzelne Gemeinschaf-ten bieten auch spezielle Info-Abende oder persönliche Aufnahmegespräche an.

Frage 4: Wie hoch sind die Beiträge?
Antwort:
Den individuellen Beitrag am Solidarfonds bemisst jedes Mitglied an seinem voraus-sichtlichen Bedarf für seine individuelle Gesund-heitspflege und Krankheitsbehandlung sowie an der Frage, was es zur Sicherung der Solidar-Gemeinschaft beizutragen vermag. Dazu kommt ein Beitrag zu den Verwaltungskosten, der für die regionale Gemeinschaft meist € 60 p.a. beträgt.
Wer als Fördermitglied dabei sein will beteiligt sich lediglich an den Verwaltungskosten der regionalen Gemeinschaft.
Der Startbeitrag zum überregionalen ARTABANA Deutschland e.V. mit Nothilfefonds beträgt ein-malig € 30. Hinzu kommen p.a. € 30 als Beitrag.


Frage 5: Sind Familienmitglieder mitversichert?
Antwort:
ARTABANA versteht sich weder als Krankenversicherung, noch als Krankenkasse. Familienangehörige sind eigenständige Mitglieder, die ihre eigenen angemessenen Beträge ein-bringen. Kinder werden einem Elternteil zuge-ordnet. Der Mitgliedsbeitrag orientiert sich am individuellen Bedarf und den sozialen Möglich-keiten.

Frage 6: Werden auch Risikopatienten und ältere Menschen aufgenommen?
Antwort:
Wer bereit ist, Verantwortung für seine Lebensführung zu übernehmen und seinen Beitrag entsprechend gestaltet, ist willkommen. Ältere Menschen, die einen bewussten Lebensstil pflegen, sind nicht "teurer" als Menschen anderer Altersgruppen. Im übrigen gibt es keine Aufnah-mekriterien in Hinblick auf Gesundheitszustand oder Gesundheitsverhalten.

Frage 7: Zahlt der Arbeitgeber einen Anteil zu ARTABANA Beiträgen?
Antwort:
Da eine ARTABANA Mitgliedschaft kein Krankenversicherungsverhältnis begründet, be-steht auch keine Zahlungspflicht. Meistens sind die Arbeitgeber jedoch bereit, ihren Anteil freiwillig zu leisten. Auch von Sozialämtern wurden bereits ARTABANA-Beiträge als Kosten zur Gesundheits-sicherung anerkannt.

Frage 8: Wofür werden die Beiträge verwendet?
Antwort:
Der Fonds der ARTABANA Gemein-schaften wird ausschließlich für Hilfe und Unterstützung individueller Gesundheitspflege und Krankheitsbewältigung verwendet. 80% verwalten die Mitglieder regional gemeinschaftlich, 20 % fließen in den Solidarfonds der ARTABANA Deutschland e.V. zur Abdeckung größerer Risiken. ARTABANA hilft selbstlos, erstrebt keine Gewinne und wird von demokratisch gewählten Vertretern ehrenamtlich geführt; sie erhalten nur Aufwands-ersatz.


Frage 9: Wer verwaltet diese Konten?
Antwort:
Die Mittel der regionalen ARTABANA Gemein-schaften werden von deren gewählten Gremien verwaltet. Über die Mittel des Deutschen ARTABANA Solidarfonds verfügen von den Delegierten aller regionalen ARTABANA Gemein-schaften gewählte Treuhänder.

Frage 10: Was wird von ARTABANA "erstattet"?
Antwort:
ARTABANA kennt keine Erstattungsan-sprüche. Alle Zahlungen an Empfänger erfolgen ohne Leistungspflicht. Dies gilt auch für den Verfügungsrahmen von 60 % des einzelnen Mit-gliedes, über den dieses treuhänderisch selbst verfügt.

Frage 11: Wird von den Mitgliedern ein spezieller Lebensstil oder eine bestimmte Ernährungsweise verlangt?
Antwort:
Nein! Die Mitwirkung in einer ARTABANA Gemeinschaft fördert das Verständnis dafür, wie sehr der eigene Lebensstil Andere beeinflußt. Im gegenseitigen Erfahrungsaustausch ergeben sich Hinweise für den individuell gesündesten Weg.

Frage 12: Gibt es eine Verpflichtung zur Wahr-nehmung vorbeugender Maßnahmen?
Antwort:
ARTABANA fördert das Verantwortungs-bewusstsein für den eigenen Körper und Geist, sowie für die familiäre und berufliche Lebens-situation. Die Mitglieder können sich individuell bei der Suche nach geeigneten Maßnahmen unter-stützen.

Frage 13: Dürfen nur alternative Therapien angewandt werden?
Antwort:
ARTABANA Gemeinschaften ermöglichen jedem Mitglied die für ihn richtige Therapie zu finden und anzuwenden. ARTABANA verzichtet darauf, Ratschläge oder Vorschriften zu erteilen.

Frage 14: Werden auch Kuren bezahlt?
Antwort:
Über seinen Verfügungsrahmen hinaus-gehende Kosten sind vom einzelnen Mitglied möglichst vorausschauend mit der Gemeinschaft zu beraten. Auch ein Antrag an den ARTABANA Kurfonds der Schweiz ist möglich.


Frage 15: Wie rechnet ein ARTABANA Mitglied mit Ärzten und Therapeuten ab?
Antwort:
ARTABANA Mitglieder sind nicht versichert und informieren den behandelnden Therapeuten entsprechend. Honorare werden zwischen Therapeut und Klient frei verhandelt. Dies eröffnet auch Therapeuten neue Wege. Gleiches gilt für Beanspruchung von Geburts-häusern, Kliniken, Sanatorien, etc.

Frage 16: Wie verhält es sich bei ARTABANA mit der Pflegeversicherung?
Antwort:
Ältere oder pflegebedürftige Menschen wurden früher ganz selbstverständlich von ihren Angehörigen mitgetragen. ARTABANA Gemein-schaften treten in die Nachfolge dieser sich auf-lösenden Strukturen. Soweit ARTABANA Mitglieder eine Krankenversicherung haben, sind sie zwangs-läufig pflegeversichert. Ansonsten können sie auch gesondert zur Pflegeversicherung einzahlen.

Frage 17: Besteht die Gefahr, dass aus Rücksicht auf die Gemeinschaft notwendige Therapien nicht durchgeführt werden?
Antwort:
ARTABANA Gemeinschaften fördern das Gesundheitsbewußtsein. Sie regen dazu an, mit vorbeugenden Maßnahmen in die persönliche
Gesundheit zu investieren.

Frage 18: Welche besonderen Hilfen gibt ARTABANA bei schweren oder chronischen Erkran-kungen?
Antwort:
Der vielfältige Erfahrungsschatz der Mitglieder befreit den Einzelnen aus dem Isola-tionsgefühl alleiniger Betroffenheit. Gerade bei schwerwiegenden Diagnosen ist eine soziale und finanzielle Rückendeckung sehr wichtig, um den eigenen Weg der Krankheitsbewältigung "ent-wickeln" zu können.

Frage 19: Wie entstehen regionale ARTABANA Gemeinschaften?

Antwort: Wir empfehlen, zunächst einer bestehen-den ARTABANA Gemeinschaft beizutreten. Gibt es keine solche im Umkreis oder wächst die bestehende stark an, kann eine eigenständige ARTABANA Gemeinschaft gegründet werden. Gründungsinitiativen werden durch nahegelegene Gemeinschaften und erfahrene Mitglieder betreut.

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